Radon als Heilmittel
Kontrollierte klinische Studien zeigten, dass die
Wirksamkeit der Radon-Therapie in Form anhaltender
Schmerzlinderung und verminderten Medikamentenverbrauchs
im Vergleich zu Kontrollen über viele Monate
nach Therapierende signifikant erhalten blieb.
Radon wird über die Atmung durch Diffusion über
die Haut in den Blutkreislauf aufgenommen und über
die Lunge ausgeschieden.
Indikationen
RN vereinfachend Radon genannt) ist Inhaltsstoff
verschiedener Heilquellen die seit altersher den
Ruf besonderer Wirksamkeit, insbesondere bei chronisch
rheumatischen Erkrankungen, haben.
- Morbus Bechterew
- Spondylosen
- Spondyloarthrosen
- Osteochondrosen
- degenerative oder deformierende Erkrankungen von Gelenken
- Folgezustände von Sport- und Unfallverletzungen
- schmerzhafte Prozesse an Muskeln, Sehnen und Gelenken
- Neuralgien
- Sklerodermie
- Psoriasis
Ziel der Therapie ist die Schmerzlinderung und
die Behebung der funktionellen Einschränkung,
verbunden mit einer Hemmung des weiteren Fortschritts
der Gewebedestruktion und einer Verminderung des
Medikamentgebrauchs. Schließlich wird auch
bei geriatrischen Syndromen eine Radonkur schon
immer ein gewisser Jungbrunneneffekt zugeschrieben.
Die Indikationen haben sich im Laufe der Zeit aus
Erfahrungsmedizin entwickelt. In letzter Zeit sind
aber auch kontrollierte klinische Studien zur Radon-Therapie
veröffentlicht worden, mit denen die Wirksamkeit
eine Radon-Therapie nach objektiven Kriterien zu
belegen ist.
Radon ist ein Edelgas, das durch Radium-Uran Zerfall
entsteht. Es tritt mit Quellwasser zu Tage. Das
Radon kann auf drei Wegen zu therapeutischen Zwecken
in den Organismus gebracht werden: über die
Haut, über die Lunge und über die Schleimhaut
des Magen-Darmtrakts. Bei den Wannenbädern
mit radonhaltigem Wasser gelangt das Edelgas über
die Haut in Blutkreislauf. Vereinzelt werden auch
Trinkkuren mit radonhaltigem Wasser durchgeführt,
wobei Radon über die Schleimhaut des Magen-Darmtrakts
in das Blut aufgenommen wird. Infolge des begrenzten
Trinkvolumens ist allerdings die Radonaufnahme
auf diesem Wege nur eingeschränkt möglich.
Bei Radon-Wasserbädern ist durch die Wassertemperatur
(>< 37°) die Hautdurchblutung angeregt
und dadurch die Radonaufnahme über die Haut
stimuliert.
Radon wird weltweit als Heilmittel eingesetzt.
Radonanwendungen, insbesondere Radonthermalkuren,
haben sich bei nahezu allen Formen chronischer
rheumatischer Erkrankungen als wirksam erwiesen.
Schmerzen werden nachhaltig gedämpft oder
unterdrückt, so dass die Einnahme antirheumatischer
Pharmaka reduziert oder gar unterbrochen werden
kann. In den zugrunde liegenden kontrollierten
klinischen Untersuchungen blieb der Radoneffekt
gegenüber den Kontrollen in einer nach Therapieende über
viele Monate anhaltenden Schmerzlinderung signifikant.
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